Couchkartoffel, aufgewacht.

wer in der Welt – im Leben – gibt und Halt
die Seile uns’rer Schaukel, die uns im sanften Winde wiegt
der Ast, der unverrückbar stark auf seinem Stamme liegt
hat’s keine Wurzel nicht – dann hat’s kein Wald

was wir erschaffen – mehr und mehr bedrückt
was fällt uns Menschen ein – so einfach Gott zu spielen
mit unser’m Denken auf Atom und Gen zu zielen
hat die Natur uns denn nicht allemal entzückt

kommt uns die Demut gänzlich noch abhanden
verkommt der Mensch zum Nutzen für sein eigen Kapital
dann fressen uns Maschinen – bereiten uns’re letzte Qual
lässt all die Schönheit im Morast versanden

Der Kropf im Amtsgewand – der Bonz im Benz
die saugen ohne Rücksicht aus, was sie in’s Leben rief
machen noch Geld daraus wenn einer Amok lief
den Arsch im Trocknen, machen sich ’nen Lenz

werdet nun wach ihr Narren – sperrt die Augen auf
nein – nicht zur täglichen Verdummung in die Glotze schau’n
sondern mal endlich wieder auf die Tische hau’n
und räumt den Saustall hier im Lande auf

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